Wechsel im Gemeindebüro

Frau Gabriele Röhrl heißt unsere neue Pfarramtssekretärin, die vor Kurzem als Nachfolgerin von Frau Oesterlin ihren Dienst aufgenommen hat. Frau Röhrl wird sich im nächsten Gemeindebrief vorstellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Röhrl und hoffen, dass sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz wohl fühlen wird. 

  

Pfarrplan 2024 und die Konsequenzen

Liebe Gemeindeglieder,

viele werden sich noch erinnern an die Zeit, es war das Jahr 2006, als in Stuttgart nahezu 50% aller Pfarrstellen gestrichen wurden, weil die Kirchengemeinden immer kleiner geworden waren. Die Johannesgemeinde verlor damals 1½ Stellen und hat seither noch die geschäftsführende Pfarrstelle mit einem Dienstauftrag von 100 % und die 2. Pfarrstelle mit einem Dienstauftrag von 50 %. Nun sieht der Pfarrplan 2024 für uns wieder eine Kürzung vor. Bis zum Jahr 2024 soll die 2. Pfarrstelle in unserer Gemeinde wegfallen. Da eine Person die pfarramtlich-seelsorgerliche Arbeit aber allein gar nicht bewältigen kann, müssten dann Pfarrer der Paulusgemeinde mit einem bestimmten Prozentsatz hier in der Johannesgemeinde noch pfarramtliche Dienste übernehmen. Aufgrund dieser Situation und im Wissen, dass dem Pfarrplan 2024 der Pfarrplan 2030 mit weiteren Kürzungen für unseren Westdistrikt folgen wird, haben sich die Kirchengemeinderatsgremien der Johannesgemeinde und der Paulusgemeinde entschlossen, sich miteinander auf den Weg zu einer Gemeindefusion zu begeben. Bis zu den nächsten Kirchenwahlen in zwei Jahren soll der Zusammenschluss der Gemeinden erfolgt sein. Dieser Beschluss ist in beiden Gremien einstimmig erfolgt. Wichtig ist unserem Kirchengemeinderat, dass Heimatgefühle ernst genommen werden müssen und nicht zerschlagen werden dürfen, dass bestehende Gruppen und Kreise weiter bestehen und  dass der Gottesdienstort Johanneskirche nicht in Frage gestellt wird. Wert wird auch darauf gelegt, dass weiterhin eine konkrete, ansprechbare, erreichbare, in der Gutenbergstr.16 inmitten der Gemeinde lebende Pfarrperson da sein wird. Entlastungen versprechen wir uns aber durch die Konzentration der Verwaltung und dadurch, dass es künftig ein geschäftsführendes Pfarramt für beide Gemeinden geben wird und auch manche anderen Arbeitsbereiche gebündelt werden können. Drei Pfarrer/Pfarrerinnen mit vollen Dienstaufträgen (3 x 100%) werden dann ab 2024 in der fusionierten Gemeinde für insgesamt ca. 6500 Gemeindeglieder zuständig sein, - bis zu diesem Zeitpunkt aber möglicherweise noch mit dem bisherigen Personalstand (3 x 100% + 50 %). Eine Kürzung der Deputate für die Sekretärinnen ist nicht vorgesehen, so dass durchaus vorstellbar ist, ein täglich über viele Stunden geöffnetes gemeinsames Gemeindebüro zu entwickeln.

Wer sich in der Geschichte des Stuttgarter Westens auskennt, weiß, dass die Paulusgemeinde sich aufgrund des gewaltigen Zuzugs in der Folge der Industrialisierung aus der Johannesgemeinde heraus entwickelt hat. Jetzt erleben wir in gewisser Weise wieder einen umgekehrten Prozess aufgrund der stetig rückläufigen Gemeindegliederzahlen. Wir wollen in den nächsten Monaten die Gemeinde regelmäßig über den Stand der weiteren Entwicklung informieren und werden auch zu gegebener Zeit, wohl im Frühjahr, zu einer Gemeindeversammlung einladen. Der Kirchengemeinderat legt großen Wert auf Klarheit und Transparenz. Natürlich können Sie Ihre Fragen jederzeit an Pfarrerin und Pfarrer und an die Mitglieder des Kirchengemeinderats richten. Wir sind selbstverständlich zur Auskunft und zum Gespräch bereit.

Wir bitten für den Weg, auf den wir uns begeben, Gott um Weisheit, um Respekt voreinander und um die richtigen Entscheidungen.

Pfarrer Heinrich Schmid