Vakatur

Die pfarramtliche Vertretung der Pfarrstelle Johannes I übernimmt in der Zeit der Vakatur Pfarrerin Simone Straub. Kasualien (Trauungen, Taufen, Beerdigungen) werden wochenweise von ihr und den Pfarrerinnen und Pfarrern der Westgemeinden übernommen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen und Anliegen an das Gemeindebüro oder an Pfarrerin Simone Straub

Abschied von Pfarrer Heinrich Schmid

Nach fast zehn Jahren Dienst als geschäftsführender Pfarrer in unserer Johannesgemeinde verabschieden wir Herrn Heinrich Schmid in den Ruhestand. In diesen Jahren ist Pfarrer Schmid ein verlässlicher Anker in der Gemeinde gewesen. Eine zurückgehende Gemeindegliederzahl und die „Pfarrpläne“ der Landeskirche haben die Johannesgemeinde verändert. In all diesen Veränderungsprozessen war Pfarrer Schmid ein „Gestalter“, der im Bewusstsein der Gemeindetradition die stetigen Anforderungen an die Gemeindeentwicklung annahm und aktiv gestaltete. Besonders im Fusionsprozess der drei West-Gemeinden hat er sich aktiv eingebracht, um diesen Prozess positiv voranzubringen. 

In Erinnerung bleiben mir seine Gottesdienste. Die Verkündigung in der Predigt ist für Pfarrer Schmid der Mittelpunkt des Gottesdienstes. Dies konnte man jeder seiner Predigten abspüren. Es war ihm ein Anliegen, jedem Einzelnen den gnädigen und zuwendenden Gott nahezubringen. Ein wichtiger Teil seiner vielfältigen Gemeindearbeit war die Seniorenbetreuung. Hier war Pfarrer Schmid mit vielen Ideen und Aktivitäten tätig, um den Senioren in der Gemeinschaft Gottes Fürsorge erlebbar zu machen. In vielen Einzelkontakten und Hausbesuchen begleitete Pfarrer Schmid Gemeindeglieder bei traurigen und freudigen Anlässen. 

Mit dem Kirchengemeinderat und in anderen kirchlichen Gremien hat Pfarrer Schmid die Entwicklung in der Johannesgemeinde und der kirchlichen Gemeinschaft in Stuttgart mitgestaltet. 

Am Ende unserer gemeinsamen Wegstrecke möchte ich Pfarrer Schmid Dank sagen für den Einsatz seiner Gaben und Kräfte und für sein Engagement in der Johannesgemeinde. Ich bedaure sehr, dass die Zeit mit ihm zu Ende geht und wünsche ihm einen aktiven und gesunden Ruhestand mit seiner Frau Christiane Abbrecht. 

Herbert Staub, Vorsitzender der Johannesgemeinde 

 

Abschiedswort von Pfarrer Heinrich Schmid

Liebe Gemeinde, 

am 1. Juni 2009 habe ich meinen Dienst in der Johannesgemeinde angetreten. Nun werden im Mai meine Frau und ich die Johannesgemeinde wieder verlassen. Aufgrund meines Lebensalters werde ich auf 1. Juni in den Ruhestand versetzt. Das ist nun für mich Anlass, mich herzlich zu bedanken für das große Vertrauen, das mir in einer Fülle von Begegnungen entgegengebracht worden ist, für offene Türen und oft auch offene Herzen. 

Ich möchte mich herzlich bedanken bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und für alle freundliche und gedeihliche Zusammenarbeit. Es ist mir bis zum heutigen Tag eine große Freude, zu erleben, wie viele Menschen ihre Zeit und Phantasie und ihre je eigenen Begabungen einbringen für ein lebendiges, offenes, einladendes Gemeindeleben und auch, wie viele im diakonischen Bereich Aufgaben wahrnehmen. Dankbar war und bin ich für das gute „Betriebsklima“ in der Gutenbergstraße 16, und geradezu beglückt hat mich die vertrauensvolle und offene und niemals durch Konkurrenzneid getrübte Zusammenarbeit mit meiner Kollegin, Pfarrerin Simone Straub. Ich hoffe sehr, dass das spürbar war auch für die Gemeinde, dass wir stets am selben Strang gezogen haben. 

Die Johannesgemeinde steht vor großen Aufgaben. Ich denke da vor allem an die Fusion mit der Paulus- und der Paul-Gerhardt-Gemeinde zu einer Kirchengemeinde Stuttgart West im Dezember dieses Jahres. Ich wünsche „meiner“ Johannesgemeinde dabei vor allem das Vertrauen in das Versprechen Jesu Christi, dass er bei uns ist alle Tage. Wo er die Mitte bleibt im Fluge unserer Zeiten und in allen Veränderungen, muss uns nicht bange sein vor dem, was kommen mag. 

Ich war sehr gerne Pfarrer an der Johanneskirche. Vor allem habe ich gerne gepredigt auf der schönen Johanneskirchenkanzel. Aber niemals wollte ich „von oben herab“ predigen, sondern habe mich stets als erster Hörer auch meiner Predigt verstanden, „unter dem Wort“ also. Und die Statue Martin Luthers, die unter der Kanzel steht, ist mir stets ein Bild eben dafür gewesen. 

Ich ahne schon jetzt, dass ich vieles vermissen werde im Ruhestand, was mich hier in der Johannesgemeinde, aber auch in meinen früheren Gemeinden erfüllt und reich beschenkt hat: Die vielfältigen intensiven Kontakte mit Menschen in Situationen der Freude und des Leides, die Verkündigung des Evangeliums, der Unterricht, das gemeinsame Nachdenken über biblische Texte, über existenzielle Fragen des persönlichen Lebens, wie auch über Themen wie Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung und des konkreten Handelns, der Posaunenchor - und vieles, vieles mehr. Aber ich will darauf vertrauen, dass Gott mir auch in Zukunft zeigen wird, wo mein Platz ist und wo er mich brauchen will. 

Als Pfarrer sind wir Staffelläufer. Nun gebe ich das Staffelholz ab und hoffe, dass es sehr bald eine andere oder ein anderer aufnimmt und weiterträgt. 

Ich wünsche der Johannesgemeinde keine allzu lange Vakatur. 

Meinen letzten Gottesdienst darf ich mit der Gemeinde am 5. Mai feiern. Sie sind, wie zu jedem Gottesdienst, dazu herzlich eingeladen. 

Nun grüße ich Sie sehr herzlich zum Abschied, und dies auch im Namen meiner Frau, Christiane Abbrecht. Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt, und wir werden viele Erinnerungen wie einen Schatz mittragen und hineinnehmen in das für uns noch ganz unbekannte Land, das für uns jetzt „Ruhestand“ heißt. 

Möge Gott Sie segnen! 

Ihr Pfarrer Heinrich Schmid 

 

Fusion der Gemeinden Johannes, Paulus und Paul-Gerhardt

In einer gemeinsamen Sitzung der Kirchengemeinderäte vom 09. Januar wurden die Anträge an den Oberkirchenrat zur Fusion unterzeichnet. Die Auflösung der drei Gemeinden und die Bildung der neuen Evang. Kirchengemeinde Stuttgart-West wird am 1. Advent 2019 vollzogen.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

„Die Verbindung von gelebter Nächstenliebe und christlichem Glauben, die ich dort erlebe, hat mich direkt angesprochen.“ Björn Schaller, hat im Fritz-Schaaff-Haus seinen Platz gefunden. Seit fast einem Jahr engagiert er sich als Ehrenamtlicher in der vollstationären Einrichtung der Heilsarmee für alleinstehende und wohnungslose Männer.
Das Männerheim in der Silberburgstraße bietet 38 Plätze für längerfristiges Wohnen und einen Speisesaal, in dem täglich drei Mahlzeiten serviert werden. Neben der Vollverpflegung und hauswirtschaftlichen Betreuung zielt das Hilfeangebot vor allem darauf ab, dass die Menschen ihre selbstständige Lebensweise wiedererlangen. So erhalten die Bewohner Unterstützung in der täglichen Lebensführung, Beratung und Begleitung in persönlichen Belangen sowie Hilfe im Umgang mit Abhängigkeitserkrankungen und psychischen Beeinträchtigungen.
Wir freuen uns auf Sie! 

Für ihre Arbeit suchen die Mitarbeitenden des Fritz-Schaaff-Hauses weitere Ehrenamtliche. Die Möglichkeiten, sich in der Einrichtung zu engagieren, sind vielfältig. Die ehrenamtlichen Helfer nehmen an Spielenachmittagen und Ausflügen teil, basteln mit den Männern im Advent oder packen in der Kleiderkammer mit an. Auch die Begleitung einzelner Bewohner zu Arztterminen oder Einkäufen gehören zu ihren Aufgaben. Darüber hinaus sind eigene Ideen für ein Engagement immer herzlich willkommen. 

„Für das Ehrenamt ist aber vor allem eins wichtig: Geduld“, sagt Hartmut Osswald, der sich ebenfalls im Fritz-Schaaff-Haus engagiert. „Denn es dauert, bis sich die Bewohner auf einen einlassen können. Aber wenn sie es tun, ergeben sich anregende Gespräche von Sport bis Politik, wofür dann alle dankbar sind.“ 

Hätten auch Sie Interesse, sich mit Ihren Ideen und Ihrer Hilfsbereitschaft ehrenamtlich im Fritz-Schaaff-Haus einzubringen? Dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf:
Telefon: 0711 / 6153359 oder E-Mail an: stuttgartfshdontospamme@gowaway.heilsarmee.de.
Wir freuen uns auf Sie!

Jungschar

Es gibt jetzt eine Jungschar hier im Westen.

Biblische Geschichten sollen mit Kopf, Herz und Hand erfahrbar und Gemeinschaft in der Gruppe erlebt werden.

Termin: Donnerstag, 17.00 bis 18.30 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren
Ort: Gemeindehaus der Pauluskirche (Eingang Bismarckstraße 40)
Leitung: Mirjam Heil, Kunstpädagogin
Kontakt: Pfarrerin Sabine Löw, Telefon: 0711 / 6365641

Kreative Pfingst-Ferien-Urlaubs-Zeit im Gemeindezentrum Paul-Gerhardt

Montag bis Mittwoch, 17.06.-19.06.2019, 10.00-17.00 Uhr

Ein Angebot für Jugendliche ab 12 Jahre Sculpturen aus Stein gestalten mit den Künstlern Andrzej Estko und Murat Taskin.

Kostenbeitrag: 60 €; 30 € mit Bonuskarte; 45 € für Jugendliche;

Anmeldeschluss: 07.06.2019

Anmeldung: diakonin@paul-gerhardt-stuttgart.de; Telefon: 0711 / 636 86 89

Neuer Konfirmandenjahrgang

Am Mittwoch, den 10. Juli beginnt um 16.00 Uhr der Konfirmandenunterricht für den Konfirmandenjahrgang 2019/2020. Er endet mit der Konfirmation am 16./17. Mai 2020.

Die Vorstellung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden findet am Sonntag, den 21. Juli im Gottesdienst um 09.45 Uhr statt. Dabei bekommen die Jungen und Mädchen auch ihre Konfirmandenbibel überreicht.

Konfirmationsjubiläum 2019

Am Sonntag, 20. Oktober soll um 09.45 Uhr ein Festgottesdienst zum Konfirmationsjubiläum stattfinden: 

Die Goldene Konfirmation für die Konfirmationsjahrgänge 68/69,
die Diamantene Konfirmation für die Konfirmationsjahrgänge 58/59,
die Eiserne Konfirmation für die Konfirmationsjahrgänge 53/54, 
die Gnadenkonfirmation für die Konfirmationsjahrgänge 48/49,
die Kronjuwelenkonfirmation für die Konfirmationsjahrgänge 43/44 

Leider hat sich noch keine Person gefunden, die uns bei der Suche nach Adressen behilflich sein kann. Wir sind hier auf Hilfe angewiesen. Schön, wenn Sie auch bereit sind, sich bei der Vorbereitung des Festes zu beteiligen. 

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro (Telefon: 0711 / 62 80 19, Frau Röhrl). Selbstverständlich sind auch die Gemeindeglieder zum Jubiläum eingeladen, die an einem anderen Ort konfirmiert worden sind.

Kirchenwahlen am 1. Dezember 2019

Am 1. Dezember 2019 sind Kirchenwahlen in der württembergischen Landeskirche. Fast zwei Millionen evangelische Kirchenmitglieder sind aufgerufen, ihre Stimme für neue Kirchengemeinderäte und für eine neue Landessynode abzugeben. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben. 

Der Kirchengemeinderat und die Pfarrerin oder der Pfarrer leiten gemeinsam die Gemeinde. Zusammen treffen sie alle wichtigen finanziellen, strukturellen, personellen und inhaltlichen Entscheidungen. Um zu guten Entscheidungen für die Gemeindearbeit zu kommen, werden vielfältige Erfahrungen und Gaben, Engagement und die Liebe zu Kirche und Gemeinde gebraucht. 

Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Landeskirche und ähnelt in ihren Aufgaben denen eines Parlaments. Das Gremium setzt sich aus 60 so genannten Laien und 30 Theologinnen und Theologen zusammen. Die Landessynode tagt in der Regel dreimal pro Jahr. Die Mitglieder der Landessynode werden in Württemberg direkt von den Kirchenmitgliedern für sechs Jahre gewählt.

Informationen zur Wahl: www.kirchenwahl.de

Was gibt es Neues im Fusionsprozess?

Am Dienstag, 3. Juli, kamen in der Pauluskirche die Kirchengemeinderatsgremien der drei Fusionsgemeinden Paulus, Paul-Gerhardt und Johannes zusammen. Es wurden Arbeitsgruppen beauftragt zu den Themenfeldern Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit (Ziel: Gemeinsamer Gemeindebrief bis Mitte 2019), Jugendarbeit.

Vorbereitet werden soll auch ein Spaziergang durch die zukünftige fusionierte Gemeinde. Der Termin wird den Gemeindegliedern rechtzeitig bekannt gegeben.

Pfarrplan 2024 und die Konsequenzen

Liebe Gemeindeglieder,

viele werden sich noch erinnern an die Zeit, es war das Jahr 2006, als in Stuttgart nahezu 50% aller Pfarrstellen gestrichen wurden, weil die Kirchengemeinden immer kleiner geworden waren. Die Johannesgemeinde verlor damals 1½ Stellen und hat seither noch die geschäftsführende Pfarrstelle mit einem Dienstauftrag von 100 % und die 2. Pfarrstelle mit einem Dienstauftrag von 50 %. Nun sieht der Pfarrplan 2024 für uns wieder eine Kürzung vor. Bis zum Jahr 2024 soll die 2. Pfarrstelle in unserer Gemeinde wegfallen. Da eine Person die pfarramtlich-seelsorgerliche Arbeit aber allein gar nicht bewältigen kann, müssten dann Pfarrer der Paulusgemeinde mit einem bestimmten Prozentsatz hier in der Johannesgemeinde noch pfarramtliche Dienste übernehmen. Aufgrund dieser Situation und im Wissen, dass dem Pfarrplan 2024 der Pfarrplan 2030 mit weiteren Kürzungen für unseren Westdistrikt folgen wird, haben sich die Kirchengemeinderatsgremien der Johannesgemeinde und der Paulusgemeinde entschlossen, sich miteinander auf den Weg zu einer Gemeindefusion zu begeben. Bis zu den nächsten Kirchenwahlen in zwei Jahren soll der Zusammenschluss der Gemeinden erfolgt sein. Dieser Beschluss ist in beiden Gremien einstimmig erfolgt. Wichtig ist unserem Kirchengemeinderat, dass Heimatgefühle ernst genommen werden müssen und nicht zerschlagen werden dürfen, dass bestehende Gruppen und Kreise weiter bestehen und  dass der Gottesdienstort Johanneskirche nicht in Frage gestellt wird. Wert wird auch darauf gelegt, dass weiterhin eine konkrete, ansprechbare, erreichbare, in der Gutenbergstr.16 inmitten der Gemeinde lebende Pfarrperson da sein wird. Entlastungen versprechen wir uns aber durch die Konzentration der Verwaltung und dadurch, dass es künftig ein geschäftsführendes Pfarramt für beide Gemeinden geben wird und auch manche anderen Arbeitsbereiche gebündelt werden können. Drei Pfarrer/Pfarrerinnen mit vollen Dienstaufträgen (3 x 100%) werden dann ab 2024 in der fusionierten Gemeinde für insgesamt ca. 6500 Gemeindeglieder zuständig sein, - bis zu diesem Zeitpunkt aber möglicherweise noch mit dem bisherigen Personalstand (3 x 100% + 50 %). Eine Kürzung der Deputate für die Sekretärinnen ist nicht vorgesehen, so dass durchaus vorstellbar ist, ein täglich über viele Stunden geöffnetes gemeinsames Gemeindebüro zu entwickeln.

Wer sich in der Geschichte des Stuttgarter Westens auskennt, weiß, dass die Paulusgemeinde sich aufgrund des gewaltigen Zuzugs in der Folge der Industrialisierung aus der Johannesgemeinde heraus entwickelt hat. Jetzt erleben wir in gewisser Weise wieder einen umgekehrten Prozess aufgrund der stetig rückläufigen Gemeindegliederzahlen. Wir wollen in den nächsten Monaten die Gemeinde regelmäßig über den Stand der weiteren Entwicklung informieren und werden auch zu gegebener Zeit, wohl im Frühjahr, zu einer Gemeindeversammlung einladen. Der Kirchengemeinderat legt großen Wert auf Klarheit und Transparenz. Natürlich können Sie Ihre Fragen jederzeit an Pfarrerin und Pfarrer und an die Mitglieder des Kirchengemeinderats richten. Wir sind selbstverständlich zur Auskunft und zum Gespräch bereit.

Wir bitten für den Weg, auf den wir uns begeben, Gott um Weisheit, um Respekt voreinander und um die richtigen Entscheidungen.

Pfarrer Heinrich Schmid