Die Chorfenster

Die drei zusammenhängenden Fenster im Chorraum wurden 1969 von Professor Rudolf Yelin geschaffen. 

Im Mittelpunkt ist der gekreuzigte Jesus zu sehen, der gleichzeitig auch als der Erhöhte mit der Krone dargestellt ist. Die Hände, mit Nägeln ans Kreuz genagelt, sind gleichzeitig segnende. Der horizontale Kreuzbalken, der auch die beiden Fenster links und rechts mit einschließt, soll weitergedacht werden und wird gewissermaßen zu den offenen Armen Jesu Christ: Alle, die sich in der Kirche befinden, sollen sich von ihnen umfangen wissen. 

Der Heilandsruf gilt allen:
"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken." 

Der vertikale Balken enthält oben das Dreieck als Symbol für den dreieinigen Gott. Unten ist der Kelch und die Hostie dargestellt, die auf das Abendmahl hinweisen, in dem Jesus Christus seine Nähe und Vergebung schenkt und uns zusammenschließt zu einer Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern.

Das linke Fenster und das rechte Fenster erzählen von menschlichen Schuldgeschichten. Das linke Fenster steht für die hebräische Bibel und zeigt die Geschichte von Kain und Abel. Darüber sieht man die Gesetzestafeln und den siebenarmigen Leuchter. Beide Symbole stehen für den Gottesdienst des Volkes Israels und den Bund, den Gott mit ihm geschlossen hat. 

Das rechte Fenster steht für das Neue Testament. Unten ist die Steinigung des Stephanus dargestellt. Oben ist das himmlische Jerusalem zu sehen, Symbol für die vollendete Gemeinde.

Alle menschliche Schuld, alles Elend, alle Not ist hineingenommen ins Kreuz und die Auferstehung Jesu Christi. Der, der eins ist mit dem Vater, lässt niemanden verloren gehen.