Die Johanneskirche wurde im 19. Jahrhundert von dem Oberbaudirektor Christian Friedrich von Leins, dem damals führenden Architekten Württembergs erbaut. Nach elfjähriger Bauzeit wurde sie 1876 eingeweiht.
Durch die zunehmende Industriealisierung war die Bevölkerung Stuttgarts explosionsartig angewachsen. Deshalb wurde ein neuer Stadtteil entworfen. Großzügig und repräsentativ sollte er sein mit der prachtvollen Querachse Herrmann-Johannesstraße, die unterbrochen ist durch die Feuersee-Anlage. Dazu musste der kleine, dreieckige Feuerlöschteich vergrößert und umgestaltet werden. Auf der künstlich angelegten Halbinsel wurde die Johanneskirche gebaut: die erste Bürgerkirche Stuttgarts, die nach der Reformation als evangelische Kirche geplant wurde.

Vorbilder für den Baustil waren gotische Kathedralen in Europa. Außerdem sollte die neue Kirche in ihrem Stil den drei Innenstadtkirchen entsprechen.

Wesentliche Stilelemente sind: 

  • Der kreuzförmige Grundriss
  • die hohen spitzbogig zulaufenden mit steinernem Maßwerk geschmückten Fenster und Portale,
  • der fein gegliederte Turm mit hoher Spitze
  • der fünfteilige Chor 

Aufgrund der städtebaulichen Gegebenheiten wurde die Kirche an der Straßenachse ausgerichtet. 

Die Besonderheiten der Johanneskirche sind.

  • Die Ausrichtung nach Südost.
  • Der achteckige Raum an der Stelle, wo Längs- und Querschiff sich kreuzen: Durch die  zurückgenommenen Emporen über den Seiteneingängen entsteht so ein Gottesdienstraum im Zentrum der Kirche.

 

 

Kirche offen 
Die Kirche ist am Montag, Dienstag und Mittwoch geöffnet. In der Regel von 10.00 bis 16.00 Uhr. Von Mitte März bis Oktober auch am Samstag von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr (außer es sind Veranstaltungen/Trauungen).