Gebete für Frieden und Bewahrung der Schöpfung

"Guter Gott.
Auch dieser Tag ist belastet mit Unfrieden:
Wir tragen selbst dazu bei, dass Angst, Vergeltung
und Gewalt von neuem mächtig werden.

Wir bitten:
Lass uns mutiger bekennen, treuer beten,
fröhlicher glauben, brennender lieben.
Gott, schenke uns einen neuen Anfang
und gib der Welt deinen Frieden.
Ohne dich können wir nichts tun.

Herr, erhöre uns!
Verleih uns Frieden gnädiglich.
Du bist unser Friede.
Dieser Tag steht in deinen Händen.

Guter Gott, du lenkst die Herzen der Menschen.
Allen, die Macht und Verantwortung tragen, öffne die Augen, Ohren und Herzen,
dass sie einsehen, was dem Menschen und dem Wohl der Völker dient.
Mache sie und uns bereit, Frieden und Versöhnung zu stiften.
Das bitten wir durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen lieben Sohn.

Schöpfer des Alls. Aus deiner Liebe kommt unsere Welt.
Wir bestaunen dein Werk und loben dich.
Gut, sehr gut ist, was du geschaffen hast.
Mach uns zu treuen und sorgsamen Verwaltern deiner Erde,
dass wir aufhören, sie zu schänden und auszubeuten.
Erhalte uns die Freude an der Natur und die Ehrfurcht vor dem Leben.
Gib, dass wir nichts tun, was deiner Schöpfung schadet.
Hilf uns barmherzig zu sein mit allen Kreaturen, die mit uns auf deine Erlösung warten.
Wir sind ja auch von der Erde und danken dir jeden Atemzug.
Segne uns, dass auch Kinder und Kindeskinder mit all deinen Geschöpfen diese Erde bewohnen können.
Mit dem Hauch deines Geistes willst du die Welt erneuern.
Wir preisen dich dafür und hoffen auf dich.
Amen."

 

„O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Amen.“



Psalm 85, 8-14:
„Herr, erweise uns deine Gnade
und gib uns dein Heil!
Könnte ich doch hören,
was Gott der Herr redet,
dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen,
damit sie nicht in Torheit geraten.
Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten,
dass in unserem Lande Ehre wohne;
dass Güte und Treue einander begegnen,
Gerechtigkeit und Friede sich küssen;
dass Treue auf der Erde wachse
und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;
dass  uns auch der Herr Gutes tue,
und unser Land seine Frucht gebe;
dass Gerechtigkeit vor ihm her gehe
und seinen Schritten folge.
Amen.“

 


„Gott
du Quelle des Lebens
du Atem unserer Sehnsucht
du Urgrund allen Seins
segne uns
mit dem Licht deiner Gegenwart
das unsere Fragen durchglüht
und unseren Ängsten standhält.
segne uns
damit wir ein Segen sind
und mit zärtlichen Händen
und einem hörenden Herzen
mit offenen Augen
und mutigen Schritten
dem Frieden den Weg bereiten
segne uns
dass wir einander segnen
und stärken
und hoffen lehren
wider alle Hoffnung
weil du unserem Hoffen
Flügel schenkst.
Amen.“